Raumland

Höhe:416 (400550) m
Flä­che:5,58 km²
Ein­woh­ner:1369 (31. Aug. 2021)
Bevöl­ke­rungs­dich­te:245 Einwohner/​km²
Ein­ge­mein­dung:1. Janu­ar 1975
Post­leit­zahl:57319
Vor­wahl:02751
Sta­tis­ti­sche Angaben

Raum­land ist ein Orts­teil von Bad Ber­le­burg im Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein, Nordrhein-Westfalen.

Geographische Lage

Es liegt rund 2 km süd­lich von Bad Ber­le­burg am Süd­hang des Rot­haar­ge­bir­ges gegen­über der Ein­mün­dung der Ode­born in die Eder. Der Ort ist umge­ben vom weit­läu­fi­gen Natur­park Sauerland-Rothaargebirge.

Geschichte

Um 800 wird Raum­land in einer Schen­kungs­ur­kun­de der Gra­fen Reging­hart und Meginhart an das Klos­ter Ful­da erst­mals als Rumi­lin­gen (in rumi­lin­ge­ne mar­ca) erwähnt. Die ers­te urkund­li­che Erwäh­nung fin­det sich im Codex Eber­har­di aus dem 12. Jahr­hun­dert. Die Kir­che von Raum­land war die Urpfar­re des zur Graf­schaft Witt­gen­stein gehö­ren­den obe­ren Eder­tals. Ihr Mar­tins­pa­tro­zi­ni­um weist auf eine frän­ki­sche Grün­dung hin. Doch die reich­li­chen Sied­lungs­fun­de der jüngs­ten Zeit doku­men­tie­ren eine Besied­lung der güns­tig ent­lang der Eder gele­ge­nen Frei­flä­chen von Meck­hau­sen bis nach Berg­hau­sen zumin­dest bis ins 8. Jahr­hun­dert v. Chr.

Im 13. Jahr­hun­dert ist ein orts­an­säs­si­ges Rit­ter­ge­schlecht nach­weis­bar (Lud­wig von Raum­land, Her­mann von Raumland).

1624 befan­den sich 10 Häu­ser in Raum­land, 1819 waren es 25 Häuser.

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Raum­land durch das Sauer­lan­d/­Pa­der­born-Gesetz nach Bad Ber­le­burg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

  • 1819: 183 Einwohner
  • 1900: 287 Einwohner
  • 1961: 764 Einwohner
  • 1970: 986 Einwohner
  • 1974: 1069 Einwohner
  • 2011: 1460 Einwohner
  • 2017: 1316 Einwohner
  • 2021: 1369 Einwohner

Sehenswürdigkeiten

  • Schie­fer-Schau­berg­werk: Im Berg­werk Del­le“ wur­de von 1860 bis 1923 Schie­fer abge­baut. 1890 wur­de der Trans­port durch die Bahn­an­bin­dung in Raum­land ein­fa­cher und güns­ti­ger. Außer­halb der Gru­be stand das Spalt­haus, in dem die Schie­fer­stei­ne zu Plat­ten gespal­ten und bear­bei­tet wur­den. Die­ses Spalt­haus steht heu­te im Inne­ren des Schau­berg­werks. Zum Abbau wur­den zuerst ein Ein-Mann-Boh­rer, spä­ter ein Press­luft­boh­rer ver­wen­det. Ein Block wur­de durch das Befül­len und Zün­den von Schwarz­pul­ver abge­sprengt. Die Berg­leu­te hat­ten als ein­zi­ges Licht Petro­le­um­lam­pen. Heu­te ist es das ein­zi­ge Schie­fer-Schau­berg­werk in der Umge­bung. Der Raum­län­der Schie­fer war berühmt für sei­ne Qua­li­tät, er wur­de bis nach Lon­don geliefert.
  • spät­ro­ma­ni­sche evan­ge­li­sche Kir­che mit drei Schif­fen um 1240, ver­mut­lich das frü­hes­te Bei­spiel vom Typ der süd­west­fä­li­schen Hal­len­kir­chen. Im moder­nen Dach­rei­ter befin­det sich mit drei um 1350 gegos­se­nen Glo­cken das ältes­te voll­stän­di­ge Kir­chen­glo­cken­ge­läut in West­fa­len. Sehens­wer­te Wand­ma­le­rei­en aus dem 15. Jahr­hun­dert und ein Abend­mahls­tisch aus dem 18. Jahrhundert.

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