Beddelhausen

Höhe:359 (350560) m
Flä­che:8,16 km²
Ein­woh­ner:471 (31. Aug. 2021)
Bevöl­ke­rungs­dich­te:58 Einwohner/​km²
Ein­ge­mein­dung:1. Janu­ar 1975
Post­leit­zahl:57319
Vor­wahl:02755
Sta­tis­ti­sche Angaben

Bed­del­hau­sen ist ein Dorf im Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein und zugleich seit der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung im Jah­re 1975 ein Stadt­teil der Stadt Bad Ber­le­burg. Das Dorf hat heu­te etwa 500 Ein­woh­ner. Bed­del­hau­sen gehört zur evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Elsoff.

Geografie

Lage

Bed­del­hau­sen liegt am öst­li­chen Rand des Gemein­de­ge­biets, 12 Kilo­me­ter von der Kern­stadt ent­fernt. Bed­del­hau­sen liegt in der an die­ser Stel­le recht brei­ten Eder­aue, die das Rot­haar­ge­bir­ge durch­quert, in einer Höhe von 350560 Metern über Nor­mal­null. Die Ort­schaft erstreckt sich über bei­de Sei­ten der Eder. Höchs­ter Berg Bed­del­hau­sens ist die Kalmbracht.

Geschichte

Urkundliches

Erst­mals urkund­lich erwähnt wur­de Bed­del­hau­sen als Bedelen­hu­sen im Jah­re 1059. Die Schreib­wei­se des Orts­na­mens vari­ier­te im Lau­fe der Jahr­hun­der­te. Der Name Bed­del­hau­sen könn­te mög­li­cher­wei­se auf den Per­so­nen­na­men Bedilo zurück­ge­hen. Der Ort gehör­te zur Vog­tei Elsoff. Im Gegen­satz zu eini­gen ande­ren Witt­gen­stei­ner Ort­schaf­ten war Bed­del­hau­sen seit sei­ner Grün­dung ver­mut­lich durch­gän­gig von Men­schen besie­delt. 1391 wird ein Hein­rich von Bed­deln­hu­sen erwähnt, der Antei­le an einem Gut in Nie­der­al­len­dorf beses­sen hat. Die Ort­schaft gehör­te seit 1538 zum Hau­se Rich­stein und somit zu deren Gerichts­bar­keit. Die Kapel­le wird erst­mals 1553 erwähnt. 1662 gehört der Ort zur Vog­tei Elsoff und zum Amt Rich­stein. Ab dem Jahr 1819 ist Bed­del­hau­sen ein Teil des Schult­hei­ßen­be­zir­kes Schwar­zen­au. 1845 erfolgt die Zutei­lung zum Amt Arfeld.

Eisenbahn

Am 1. April 1911 wur­de das Teil­stück Hatzfeld–Arfeld der Bahn­stre­cke Bad Berleburg–Allendorf eröff­net. Die­se wur­de genutzt bis zur Still­le­gung am 29. Mai 1981. Bei Bahn­ki­lo­me­ter 17,0 in der Nähe des Lin­den­hö­fer Baches befand sich ab August 1944 eine Ergän­zungs­stel­le, wel­che für die Pro­duk­ti­on der Rake­te V2 (Ver­gel­tungs­waf­fe 2) genutzt wur­de. Hier war ein Kran über die Schie­nen mon­tiert wor­den, der für den Umschlag der ein­zel­nen Rake­ten­tei­le diente.

Neugliederung

Am 1. Janu­ar 1975 ver­lor der Ort durch die kom­mu­na­le Neu­glie­de­rung im Rah­men des Sauer­lan­d/­Pa­der­born-Geset­zes sei­ne Eigen­stän­dig­keit und wur­de ein Teil der Stadt Bad Berleburg.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 464 Einowhner
  • 1970: 463 Einowhner
  • 1974: 489 Einowhner
  • 2011: 505 Einowhner
  • 2017: 431 Einowhner
  • 2021: 471 Einowhner

Sehenswürdigkeiten

Sehens­wür­dig­kei­ten in Bed­del­hau­sen sind unter ande­rem die aus dem 19. Jahr­hun­dert stam­men­de Rund­bo­gen­brü­cke sowie die evan­ge­li­sche Dorf­kir­che aus dem 13. Jahr­hun­dert. Süd­lich der alten Eder­brü­cke befin­det sich im alten Gemein­de­stein­bruch des Ortes der als Natio­na­les Geo­top aus­ge­zeich­ne­te Kieselschiefer-Steinbruch.

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