Diedenshausen

Höhe:503 (460650) m
Flä­che:6,16 km²
Ein­woh­ner:312 (31. Aug. 2021)
Bevöl­ke­rungs­dich­te:51 Einwohner/​km²
Ein­ge­mein­dung:1. Janu­ar 1975
Post­leit­zahl:57319
Vor­wahl:02750
Sta­tis­ti­sche Angaben

Diedens­hau­sen ist einer von 23 Orts­tei­len der Stadt Bad Ber­le­burg im Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein in Nord­rhein-West­fa­len, Deutschland.

Geografie

Lage

Diedens­hau­sen ist etwa neun Kilo­me­ter von Bad Ber­le­burg ent­fernt. Das Dorf liegt zwi­schen 460 und 650 Meter über dem Mee­res­spie­gel, die es umge­ben­den Ber­ge sind bis zu 674 Meter hoch. Es liegt im Süd­os­ten des Rot­haar­ge­bir­ges. Der Bach Elsoff fließt durch das Dorf und bil­det die Gren­ze zu Hes­sen. Dahin­ter liegt die Sied­lung Sei­bels­bach, die zur Gemein­de Brom­s­kir­chen gehört.

Nachbarorte

Über die Land­stra­ße 717 ist Diedens­hau­sen mit Bad Ber­le­burg im Wes­ten und Wun­dert­hau­sen im Nor­den ver­bun­den, über die L 877 mit Alerts­hau­sen im Südosten.

Geschichte

Das Dorf wur­de 1194 erst­mals urkund­lich als Diet­hen­nis­hu­sen erwähnt, im Rah­men einer Zeu­gen­aus­sa­ge des Rit­ters Gode­bert von Diedenshausen

Das Rit­ter­ge­schlecht derer von Diedens­hau­sen starb etwa um 1400 aus. Als Fol­ge ver­fiel das Dorf, wie vie­le ande­re aus ihrem Besitz, und wur­de zu einer Wüstung.

Gegen 1500 betrieb die Fami­lie Dersch die Wie­der­be­sied­lung des Dorfs.

Seit 1532 ist Diedens­hau­sen Grenz­dorf, die Elsoff bil­det die natür­li­che Gren­ze zwi­schen der Graf­schaft Witt­gen­stein und Hes­sen, dann zwi­schen dem König­reich Preu­ßen und dem Groß­her­zog­tum Hes­sen. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ver­lief hier auch die Demar­ka­ti­ons­li­nie zwi­schen bri­ti­scher und ame­ri­ka­ni­scher Besatzungszone.

Der Rechts­ge­lehr­te Johan­nes Althu­si­us wur­de 1563 im Schul­ze-Haus (heu­ti­ge Adres­se: Zur Saa­le 1) gebo­ren.

An den Fol­gen der Pest star­ben 1568 etwa 20 Bewoh­ner des Dor­fes, unge­fähr ein Drittel.

Am 21. Sep­tem­ber 1632 brann­te das Dorf voll­stän­dig ab.

Im Jahr 1724 wan­der­te Dani­el Womels­dorf (* 1703, Diedens­hau­sen, Schmit­te-Haus; † 1758, Penn­syl­va­nia) als ers­ter Diedens­häu­ser nach Ame­ri­ka aus. Sein Sohn, John Womels­dorf, war der Grün­der von Womels­dorf (Penn­syl­va­nia).

19181919 for­der­te die Spa­ni­sche Grip­pe in Diedens­hau­sen und dem Elsoff­tal zahl­rei­che Opfer. Das Elsoff­tal gehör­te zu den am stärks­ten betrof­fe­nen Gebie­ten im Regie­rungs­be­zirk Arnsberg.

Am 28. Juni 1973 brann­te die Kir­che ab, wur­de jedoch bis zum Kar­frei­tag 1974 durch rege Mit­ar­beit der Bevöl­ke­rung wie­der instand gesetzt.

Im Rah­men der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung kam Diedens­hau­sen am 1. Janu­ar 1975 zu Bad Berleburg.

1994 fei­er­te die Bevöl­ke­rung das 800-jäh­ri­ge Jubi­lä­um Diedenshausens.

1998 wur­de Diedens­hau­sen beim Bun­des­wett­be­werb Unser Dorf soll schö­ner wer­den, unser Dorf hat Zukunft” mit einer Gold­pla­ket­te aus­ge­zeich­net. Seit 1977 hat­te Diedens­hau­sen kon­ti­nu­ier­lich an dem Wett­be­werb teilgenommen.

Am 7. März 1999 wur­de das Hei­mat­haus Diedens­hau­sen ein­ge­weiht. Dort wird die Geschich­te des Dor­fes und sei­ner Fami­li­en doku­men­tiert. Bis 2011 wur­den 34 wech­seln­de Son­der­aus­stel­lun­gen gezeigt.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 348 Einwohner
  • 1970: 348 Einwohner
  • 1974: 332 Einwohner
  • 2011: 375 Einwohner
  • 2021: 312 Einwohner

Wappen

Als Wap­pen wird im Dorf das Wap­pen der Her­ren von Diedens­hau­sen ver­wen­det: eine schwar­ze Wolfs­an­gel auf gol­de­nem Grund, belegt mit drei gol­de­nen Kleeblättern.

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