Kunst Wittgenstein

Höhe:ca. 350 m
Ein­woh­ner:100
Ein­ge­mein­dung:1. Janu­ar 1975
Post­leit­zahl:57334
Vor­wahl:02752
Sta­tis­ti­sche Daten

Kunst Witt­gen­stein ist ein klei­ner Stadt­teil von Bad Laas­phe im nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein. Er besteht aus weni­gen Häusern.

Geographische Lage

Kunst Witt­gen­stein liegt an der Bun­des­stra­ße 62 direkt an der Lahn, zwi­schen dem Haupt­ort Bad Laas­phe und Saßmannshausen.

Geschichte

Ers­te Kanon­gü­ter ent­stan­den 1770 und 1800, Anfang des 19. Jahr­hun­derts sind acht Kanon­gü­ter nach­zu­wei­sen. 1854 bezog die Fami­lie des Frei­herrn Carl von Witt­gen­stein (18091866) die in neun­jäh­ri­ger Bau­zeit erstell­te Vil­la Carls­burg ober­halb der Fried­richs­hüt­te. Sie dien­te über 120 Jah­re als Wohn­sitz der Baro­ne von Witt­gen­stein, einer Neben­li­nie des Fürs­ten­hau­ses Sayn-Wittgenstein-Hohenstein.

Die Ein­woh­ner­zah­len in der Ver­gan­gen­heit waren:

  • 1819: 10 Häu­ser, 181 Einwohner
  • 1854: 19 Häu­ser, 136 Einwohner
  • 1900: 34 Einwohner
  • 1961: 23 Häu­ser, 149 Einwohner
  • 1968: 25 Häu­ser, 215 Einwohner

Im Ort ent­stan­den bereits Ende des 18. Jahr­hun­derts die aus dem Laas­pher Ham­mer her­vor­ge­gan­ge­nen Eisen­wer­ke Fried­richs­hüt­te. Ab 1860 wur­den dort Heiz­ge­rä­te und Öfen her­ge­stellt. Im Zusam­men­hang mit dem Bau der Eisen­bahn­stre­cke von Cöl­be nach Kreuz­tal (Obe­re Lahn­tal­bahn) wur­de 1888 der Bahn­hof Fried­richs­hüt­te in Betrieb genom­men. Nach Auf­ga­be des Bahn­hofs im Jahr 1996 erfolg­te der Ver­kauf an den Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein, der dort eine Ret­tungs­wa­che einrichtete.

Bis zur Durch­füh­rung des Sauer­lan­d/­Pa­der­born-Geset­zes am 1. Janu­ar 1975 war der Ort eine selb­stän­di­ge Gemeinde.

Ortsname

Der Name lei­tet sich von der so genann­ten Was­ser­kunst ab. Dies war eine gegen Ende des 17. Jahr­hun­derts ent­stan­de­ne Pump- und För­der­an­la­ge zur Was­ser­ver­sor­gung des Schlos­ses Witt­gen­stein. Durch den Bau die­ser Druck­sta­ti­on, ange­trie­ben von einem Was­ser­rad, ent­fiel der müh­sa­me Trans­port von Was­ser per Pferdefuhrwerk.

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