Niederlaasphe

Höhe:300535 m ü. NN
Flä­che:3,46 km²
Ein­woh­ner:1100 (30. Jun. 2007)
Bevöl­ke­rungs­dich­te:318 Einwohner/​km²
Ein­ge­mein­dung:1. Janu­ar 1975
Post­leit­zahl:57334
Vor­wahl:02752
Sta­tis­ti­sche Angaben

Nie­der­l­aas­phe ist ein Stadt­teil von Bad Laas­phe im nord­rhein-west­fä­li­schen Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein. Zum Ort gehört die Indus­trie­sied­lung Amalienhütte.

Geographische Lage

Nie­der­l­aas­phe grenzt direkt an den öst­li­chen Orts­rand der Kern­stadt und erstreckt sich bis zur west­fä­lisch-hes­si­schen Lan­des­gren­ze, ein­ge­rahmt von den Ber­gen des Rot­haar­ge­bir­ges und des Gla­den­ba­cher Berglandes.

Geschichte

1307 wur­de die Ort­schaft zum ers­ten Mal urkund­lich erwähnt. Die Gra­fen zu Witt­gen­stein kauf­ten damals die Dör­fer Fischel­bach, Hes­sel­bach, Puder­bach und Nie­der­l­aas­phe von den Rit­tern zu Breidenbach.

Der Brü­cken­platz mit dem 1881 errich­te­ten und nach wie vor genutz­ten Back­haus bil­det das his­to­ri­sche Zen­trum des Dor­fes. Neben der Land­wirt­schaft präg­ten vor allem eine Müh­le und die Ama­li­en­hüt­te die struk­tu­rel­le und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Ortschaft.

Die Ama­li­en­hüt­te ging aus einem Ham­mer­werk her­vor. Im Jah­re 1848 erhielt Frau Ama­lie Jung die Bau­ge­neh­mi­gung zur Errich­tung eines Roh­ei­sen­wer­kes. 1859 floss das ers­te Roh­ei­sen aus dem Hoch­ofen. Zu Ehren der Besit­ze­rin erhielt das Werk sei­nen Namen.

Im Jah­re 1932 erwarb die Fir­ma Bude­rus aus Wetz­lar die Ama­li­en­hüt­te. Sie schloss am 1. Okto­ber 1975. Tei­le der Ama­li­en­hüt­te mit dem angren­zen­den Hüt­ten­wei­her sind noch vor­han­den. Auf dem ehe­ma­li­gen Werks­ge­län­de befin­det sich heu­te das wirt­schafts­his­to­risch bedeu­ten­de Indus­trie­mu­se­um Trafostation.

Am 1. Janu­ar 1975 wur­de Nie­der­l­aas­phe in die Stadt Bad Laas­phe (damals noch Laas­phe) ein­ge­mein­det.

Unweit der Ama­li­en­hüt­te in den Lahn­wie­sen beginnt der von Schü­lern des Bad Laas­pher Gym­na­si­ums im Jah­re 1998 ange­leg­te Pla­ne­ten­lehr­pfad. Hier wer­den die Aus­ma­ße des Son­nen­sys­tems mit den Ent­fer­nun­gen und den Grö­ßen der Son­ne und ihrer Pla­ne­ten im Maß­stab 1: 1.000.000.000 ver­an­schau­licht. Der ca. 6 km lan­ge Lehr­pfad führt ent­lang eines befes­tig­ten und ent­spre­chend aus­ge­schil­der­ten Weges zum Bad Laas­pher Orts­teil Laaspherhütte.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren nahm Nie­der­l­aas­phe mehr­fach mit Erfolg am Wett­be­werb Unser Dorf soll schö­ner wer­den“ teil. Neben zahl­rei­chen ers­ten und zwei­ten Prei­sen konn­ten dabei auch meh­re­re bron­ze­ne und sil­ber­ne Pla­ket­ten errun­gen wer­den. 1999 erhielt Nie­der­l­aas­phe zudem einen Son­der­preis des Tou­ris­mus­ver­ban­des Sie­gen-Witt­gen­stein für die Ver­net­zung ver­schie­de­ner tou­ris­ti­scher Ange­bo­te in Ver­bin­dung mit dem Lahn­tal-Rad­weg. Im Jahr 2000 wur­de die Ort­schaft erneut mit der Bron­ze­pla­ket­te des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len ausgezeichnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Auf­grund sei­ner Lage in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Bun­des­land Hes­sen bie­tet sich Nie­der­l­aas­phe als Aus­gangs­punkt für Rad­wan­de­run­gen ent­lang der Lahn in Rich­tung Mar­burg an.

Das ehe­ma­li­ge Ham­mer­werk Ama­li­en­hüt­te wur­de zu einem Indus­trie­mu­se­um umge­wan­delt. Es ver­fügt über eine umfang­rei­che Aus­stel­lung, wel­che sich vor allem um das Trans­for­ma­tor­ge­bäu­de und die Was­ser­nut­zung handelt.

Nie­der­l­aas­phe hat seit 1955 mit 18 Laut­spre­chern eine Dorfruf­an­la­ge“ instal­liert, über die die Bewoh­ner Infor­ma­tio­nen über das aktu­el­le Dorf­ge­sche­hen erhal­ten. Es ist die ein­zi­ge der­ar­ti­ge Anla­ge Nordrhein-Westfalens.

In dem Ort gibt es einen Sport­platz des FV Nie­der­l­aas­phe sowie eine evan­ge­li­sche Kir­che aus dem Jahr 1967.

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